Einzeltraining

Nach einem ersten ausführlichen Beratungsgespräch, bei dem alle Probleme bzw. Wünsche des Hundehalters besprochen werden, erfolgt in der Regel zunächst das Einzeltraining. Wie bereits erwähnt bedient sich Pet´s Pleasure hierbei tierpsychologischen Erkenntnissen und arbeitet in der Anlernphase ausschließlich über positive Verstärkung. Hierdurch haben wir den Vorteil, daß oft auch extrem sensible Hunde, die einem klassischen Training nervlich nicht standhalten, schnell und zuverlässig lernen. Sie zeigen sich in der Regel schon nach kurzer Zeit sehr viel freier, als dies vorher der Fall war. Wir gehen dabei einfühlsam auf das individuelle Wesen des jeweiligen Hundes und seines Menschen ein, um beide bestmöglich zu fördern. Das hierbei die Verwendung von Brachial-Hilfsmitteln wie Stachel- und Würgehalsbändern oder gar Elektroschockgeräten grundsätzlich tabu ist, versteht sich von selbst.

TRAIN YOUR DOG WITH BRAIN - NOT FORCE !!! Ist ein Grundsatz meiner Arbeit.

Am Beginn steht häufig das formale Anlernen der Signale für Sitz, Platz, Komm und bei Fuß. Dieses Anlernen geschieht zunächst ablenkungsfrei, um dem Hund die Bedeutung der Worte und Zeichen beizubringen. Je besser er auf diese Zeichen reagiert, umso mehr Ablenkungen kommen hinzu. Abgesichert wird das Verhalten des Hundes schließlich durch das Training in Alltagsituationen. Der Halter hat hierbei zum einen den Vorteil, daß er während des Trainings immer dabei ist und somit sieht, was mit seinem Hund geschieht. Er erhält schon während der ersten Trainingsschritte umfangreiche, theoretische Hintergrundinformationen darüber, was beim Lernen im Hund vor sich geht und wie der Hund bestimmte Verhaltensweisen des Menschen interpretiert und sein Verhalten entsprechend umsetzt. Zum anderen wird der Halter schnellst möglich selbst ins Training involviert, sodaß er letztlich seinen Hund unter kompetenter Anleitung selbst erzieht.

Es wäre vermessen zu sagen, die gesamte Hundeerziehung arbeitet ausschließlich über Lob und Leckerchen. Wir haben es beim Hund wie gesagt mit einem sozial lebenden Raubtier, einem domestizierten Wolf zu tun. Diese Tatsache bindet uns an gewisse Verhaltensweisen, die wir an den Tag legen müssen, um keine Probleme zu bekommen.Wir sollten nie Dressur mit Erziehung verwechseln. Bei der Dressur bringen wir einem Tier Tricks bei. Dies kann wunderbar über Leckerchen geschehen. Bei der Erziehung kommt immer sehr stark die soziale Kompontente zum tragen. So werden immer wir die jenigen sein, die den Hund führen müssen, um nicht eines Tages selbst von ihm geführt zu werden. Oder Zitat Günther Bloch: "Agieren anstatt reagieren". Eine antiautoritäre Hunderziehung kann es nicht geben. Wir werden früher oder später in die Situation kommen, wo wir unsere Ansichten klar definieren müssen und ein Verhalten u.U. auch durchsetzen. Wo das Käsestückchen in unserer Hand nicht mehr wiegt als der Reiz des Eichhörnchens, das kurz vor seiner Nase über die Straße flitzt. Hier darf und muss schon allein aus Sicherheitsgründen das Verhalten des Hundes unterbrochen werden. Wie das geschieht, ohne Gewalt anwenden zu müssen, wird ebenfalls während des Trainings vermittelt.

Pet´s Pleasure bedient sich beim formalen Grundlagentraining in erster Linie der positiven Verstärkung, sowie dem effektiven Einsatz der menschlichen Körpersprache. Unsere Methoden werden ständig weiterentwickelt, sind wissenschaftlich gesichert und haben nachweislich einen nachhaltigen Lernerfolg. Wenn es einmal dazu kommt, dass man ein Verhalten beim Hund durchsetzen oder unterbrechen muss, geschieht dies ausschließlich in einer tiergerechten Art und Weise. Respektvoller Umgang gegenüber Mensch und Hund ist mir dabei das größte Anliegen.

Fotos: Pia Boehm

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